Projekte Erasmus+

Das Carl-Bosch-Gymnasium liegt im Zentrum Ludwigshafens im Herzen der Pfalz. Als Hauptsitz des weltweit größten Chemieunternehmens BASF ist Ludwigshafen vor allem industriell geprägt und Lebensmittelpunkt einer Vielzahl an Ethnien und Nationen. Dass aus diesem Nebeneinander von Wertevorstellungen, Sprachen, Kulturen und Religionen ein soziales und demokratisches Miteinander erwachsen kann, zeigt unsere Schule mit musischem Schwerpunkt, die über die Stadtgrenzen für ihre großen Jahreskonzerte bekannt ist, die Schüler*innen aus über 60 Nationen gemeinsam vorbereiten und durchführen. Diese Erfahrung, über das gemeinsame Element der Musik die Unterschiede zu überwinden und in der Vielfalt eine Einheit zu finden, möchten wir gerne auf den europäischen Kontext übertragen.

Einheit in der Vielfalt – Erinnern für eine gemeinsame europäische Zukunft

Einheit in der Vielfalt – Erinnern für eine gemeinsame europäische Zukunft

Im Mittelpunkt dieses Projekts stehen das transnationale Lernen an historischen Orten der NS-Verfolgung, des Kalten Krieges sowie Fragen zu europäischen Erinnerungs-kulturen, zu Vielfalt und Heterogenität. Auf Basis der historischen Erinnerung soll in Zeiten, in denen rechtsextreme und fremdenfeindliche Diskurse zunehmen, das Bedürfnis geweckt werden, eine europäische Zukunft zu gestalten, in der Offenheit und Vielfalt, demokratische Werte und gesellschaftlicher Zusammenhalt gelebt werden.

Im Zuge dieses Projekts soll der vor allem im Kontext des Nationalsozialismus gebräuchliche Begriff der „Erinnerungskultur“ auf den Themenkomplex „Heimat – Minderheit – Migration – Multikulturalität in Europas Geschichte“ erweitert werden. Denn die europäischen Länder waren seit jeher durch eine Heterogenität auf allen soziohistorischen Ebenen geprägt, so dass das Projekt verspricht, im gemeinsamen europäischen Gedächtnis Parallelen zur Gegenwart zu entdecken und diese für die Ausbildung einer europäischen Identität wie einer europäischen Zukunft nutzbar zu machen. Von Bedeutung ist hierbei der Begriff einer „diversen Erinnerungskultur“, der einer diversen europäischen Gesellschaft mit Menschen unterschiedlicher Identitäten und Herkünften gerecht wird.

Die Künste als Werkzeug der Demokratie

Die Erfahrung unserer Schule, über das gemeinsame Element der Musik Unterschiede zu überwinden und in der Vielfalt eine Einheit zu finden, möchten wir gerne auf den europäischen Kontext übertragen, weshalb dieses Projekt die Demokratie- und Wertebildung im europäischen Kontext über die Künste im Allgemeinen und die Musik im Besonderen fokussiert.

Im Mittelpunkt steht die Erziehung im Geiste der europäischen Einbindung. Wir möchten Musik als Werkzeug nutzen, um durch aktives Musizieren in einem Schulensemble nach dem Vorbild des Erasmus+ Studentenorchesters die demokratischen Werte Europas zu vermitteln. Die Teilnehmenden sollen durch gemeinsame Proben und Konzerte ein besseres Verständnis für die Prinzipien der europäischen Demokratie entwickeln. Die Künste sollen zudem untersucht werden, um zu verstehen, wie sie von totalitären Regimen instrumentalisiert und gleichzeitig als Form des Widerstands genutzt wurden.

Die Künste als Werkzeug der Demokratie

Schule im Grünen oder grüne Schule – Bildung für eine nachhaltige und umweltfreundliche Entwicklung Europas

Da das städtische Umfeld unserer Schule mit seiner engen Bebauung, wenigen Grünflächen und vollen Straßen auf den ersten Blick wenig attraktiv erscheint, möchten wir Lernorte für Umwelt- wie Nachhaltigkeitsprojekte einerseits und Wohlfühlorte des Austauschs, der Integration, Inklusion wie der demokratischen Partizipation andererseits schaffen. Ein großes Bedürfnis ist es hierbei, gleichermaßen die lokalen wie die globalen Gegebenheiten in den Blick zu nehmen.

In diesem Projekt ist die Sensibilisierung für die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Handelns innerhalb der europäischen Gemeinschaft zentral. Als MINT-freundliche Schule möchten wir emeinsam mit europäischen Partnern erarbeiten, wie wichtig Biodiversität, Umwelt- und Klimaschutz sowie regionaler, saisonaler und ökologischer Anbau für eine gemeinsame europäische Zukunft sind. Die Teilnehmenden sollen durch interdisziplinäre Teilprojekte mit einer Vielzahl an ökologischen, technischen, didaktischen und methodischen Ansätzen und deren zugrundeliegenden kulturellen Traditionen bekannt werden. Hierbei sollen die Schüler*innen gleichermaßen ihre interkulturellen, sozialen und sprachlichen Fähigkeiten, ihr Wissen um die ökologische Vielfalt Europas und ihr Bewusstsein für Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit erweitern.

Erhöhung der Fremdsprachenkompetenz bei Schüler*innen und schulischem Personal

Da Sprachen Kultur- und Identitätsträger sind, ist es von großer Bedeutung, nicht allein Englisch als Verkehrssprache zu beherrschen, sondern auch Kenntnisse in anderen europäischen Sprachen zu erwerben, um so einen fundierten Zugang zu diesen Identitäten und Kulturen zu erlangen und die interkulturelle Empathie zu stärken. Während des Projekts erleben die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zahlreiche Kommunikationssituationen, in denen sie lernen, neben Englisch auch Französisch, Russisch, Spanisch oder Italienisch anzuwenden. Diese Erfolge stärken die Motivation, Fremdsprachen weiter zu lernen, ermöglichen eine umfassende Teilnahme am europäischen Diskurs und tragen zur nachhaltigen Vernetzung mit internationalen Partnern bei.

Erhöhung der Fremdsprachenkompetenz bei Schüler*innen und schulischem Personal am Carl-Bosch-Gymnasium Ludwigshafen am Rhein