05/2026 – Gruppenmobilität nach Messina (Sizilien): „Einheit in der Vielfalt – Toleranz in einem demokratischen Europa“

05/2026 – Gruppenmobilität nach Messina (Sizilien): „Einheit in der Vielfalt – Toleranz in einem demokratischen Europa“

Im Rahmen des Erasmus+-Programms reisten fünf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 gemeinsam mit Frau Wachowski und Herrn Dr. Becker nach Messina auf Sizilien. Ziel der Mobilität war es, die italienischen Sprachkenntnisse zu vertiefen, interkulturelle Kompetenzen zu stärken und sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Liceo Archimede mit dem Projektthema „Einheit in der Vielfalt – Toleranz in einem demokratischen Europa“ auseinanderzusetzen.

Unsere Reise begann bereits um 1:30 Uhr am Mannheimer Hauptbahnhof, denn um 6:00 Uhr startete unser Flug nach Catania. Nach der Ankunft fuhren wir weiter nach Messina, wo wir zunächst unser Hotel bezogen und anschließend die Stadt erkundeten. Dabei sammelten wir erste Eindrücke von der sizilianischen Kultur und lernten die besondere Atmosphäre der Hafenstadt kennen.

Am nächsten Morgen wurden wir am Liceo Archimede herzlich von der Deutschlehrerin Antonella Bella und ihren Schülerinnen und Schülern empfangen. Während einer Schulführung tauschten wir uns über den Schulalltag in Deutschland und Italien aus und stellten schnell fest, wie unterschiedlich beide Schulsysteme sind. Besonders beeindruckt hat uns jedoch die Offenheit unserer italienischen Gastgeber. Schon nach kurzer Zeit kamen wir miteinander ins Gespräch – meist auf Englisch, teilweise aber auch auf Italienisch – und knüpften neue Freundschaften. Gemeinsam erkundeten wir bei einer Stadtrallye Messina und beschäftigten uns mit der historischen Bedeutung der Stadt für die Entwicklung Europas und demokratischer Werte. 

Auch außerhalb des Unterrichts verbrachten wir viel Zeit mit den italienischen Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam besuchten wir den Strand von Messina und lernten die Stadt aus der Sicht unserer Gastgeber kennen. Diese Begegnungen halfen uns, Sprachbarrieren zu überwinden und die italienische Lebensweise hautnah zu erleben.

Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Taormina. Dort besichtigten wir das antike griechische Theater und setzten uns mit der vielfältigen Geschichte Siziliens auseinander. Im anschließenden Workshop erfuhren wir, wie verschiedene Kulturen – von den Griechen über die Römer bis zu den Arabern und Normannen – die Insel geprägt haben und warum Sizilien bis heute als Beispiel für kulturelle Vielfalt und Toleranz gilt. 

An unserem letzten gemeinsamen Projekttag führte uns die Reise nach Palermo. Dort beschäftigten wir uns mit dem Thema „Mafia und Demokratie“. Dabei lernten wir, wie organisierte Kriminalität demokratische Strukturen gefährdet und wie wichtig Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement für den Erhalt von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sind. Die Eindrücke vor Ort machten deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder aktiv geschützt werden muss. 

Nach vier ereignisreichen Tagen traten wir mit vielen neuen Erfahrungen die Heimreise an. Neben zahlreichen Eindrücken von Sizilien bleiben vor allem die Begegnungen mit unseren italienischen Partnerinnen und Partnern in Erinnerung. Die Mobilität hat nicht nur unsere sprachlichen Fähigkeiten verbessert, sondern auch unser Verständnis für andere Kulturen und die Bedeutung eines gemeinsamen Europas gestärkt – ganz im Sinne des Erasmus+-Gedankens.

Maria Kröner