03/2026 – Gruppenmobilität nach Floirac (Bordeaux)

03/2026 – Gruppenmobilität nach Floirac (Bordeaux)

Im Rahmen einer Erasmus+ Gruppenmobilität reisten vom 19. bis zum 26. März 2026 12 Schülerinnen und Schüler der 8. und 10. Jahrgangsstufen nach Floirac (bei Bordeaux). Bei der Ankunft wurden sie von ihren Austauschpartnerinnen und -partnern sowie deren Deutschlehrerin herzlich empfangen. Direkt im Anschluss fuhren die deutschen Jugendlichen in ihre französischen Gasthäuser.

Erasmus+Bordeaux_Abtei La Sauve Majeur

Ein zentraler Schwerpunkt dieses Austausches war die Verbesserung der Sprachkompetenz: Durch das tägliche Sprechen mit Muttersprachlern verbesserten sich das Hörverständnis, die Aussprache, die Flüssigkeit deutlich, ebenso wuchs der Mut (spontan) zu sprechen. Dies wurde durch spielerische Kennenlernphasen in der Schule und die Projektvorbereitung des Projekts in binationalen Tandems gezielt gefördert. Gemeinsame, außerunterrichtliche Aktivitäten gaben zudem Gelegenheit, Kontaktfähigkeit und interkulturelle Kompetenz zu erweitern: Beispielhaft kann man die kooperative Stadtrallye in Bordeaux nennen.

Erasmus+ Bordeaux_Dune du Pilat

Diese Rallye bot zugleich einen Anlass zur kritischen Auseinandersetzung mit Stadtgeschichte und Erinnerungskultur. Zum kulturellen Verständnis trug auch der Besuch der Ausstellung im Bassin des Lumières bei, einem ehemaligen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der heute als großes Museum für digitale Kunst dient und in dem die Werke von Henri Matisse, einem berühmten französischen Maler, präsentiert wurden. 

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt war der Klimawandel, insbesondere Erosion und der Schutz sensibler Ökosysteme. Dies wurde bei einem gemeinsamen Ausflug mit den französischen Schülerinnen und Schülern zur Dune du Pilat exemplarisch vertieft. Wirtschaftskreisläufe und Nachhaltigkeit (hier mit Blick auf ökologische Landwirtschaft) wurden beim Besuch von La maison de l’huître sowie eines Austernzüchters nahe Arcachon erfahrbar, inklusive Verkostung. Zur Agrarpolitik passte auch der Besuch eines Bio-Bauernhofs, auf dem Bio-Fleisch und Wein produziert werden. Im Dialog mit den Produzierenden reflektierten die Lernenden über nachhaltige Bewirtschaftung, Tierwohl sowie die Notwendigkeit, sich angesichts des Klimawandels anzupassen und zu handeln.

Außerdem wurde die interkulturelle Kompetenz nicht nur durch das Leben im französischen Familienalltag gefördert, der authentische Einblicke in Kultur, Werte und gesellschaftliche Strukturen Frankreichs ermöglichte, sondern auch durch den Abschluss des Projekts: In deutsch-französischen Gruppen erarbeiteten die Lernenden Präsentationen, in denen sie ihre Erkenntnisse zu Nachhaltigkeit, Ökologie und europäischer Zusammenarbeit vorstellten. 

Durch diese vielfältigen Erfahrungen erweiterten die Teilnehmenden nicht nur ihren französischen Wortschatz, sondern entwickelten ein tieferes Verständnis für die Kultur der französischen Nachbar sowie für ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Ein wesentliches Ergebnis des Austauschs war auch die Stärkung des Bewusstseins für die europäische Vielfalt und den Zusammenhalt.