Der Schulsanitätsdienst am Carl-Bosch-Gymnasium

Der Schulsanitätsdienst ist ein Zusammenschluss von Schülerinnen und Schülern, die an unserer Schule Erste Hilfe leisten. Er organisiert sich in Form einer Arbeitsgemeinschaft (AG).

In dieser „AG Schulsanitätsdienst“ werden Schülerinnen und Schülern in Erster Hilfe ausgebildet. Nach der Ausbildung stehen die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag und bei Schulveranstaltungen als Schulsanitäter/innen zur Verfügung. Sie betreuen kranke Schülerinnen und Schüler oder leisten Erste Hilfe bei Unfällen. Diese Unterstützung entlastet die Kolleginnen und Kollegen und das Sekretariat, gleichzeitig schult es die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer/innen.

Die Schulsanitäter (-innen) lernen nicht nur Erste Hilfe, sondern auch Verantwortungsbewusstsein. Die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst bringt es mit sich, dass die Schülerinnen und Schüler ein Auge für Gefahrenpotentiale haben. Der Einsatz im Schulsanitätsdienst ist immer Teamarbeit. So lernen Schulsanitäter (-innen), sich mit Anderen abzustimmen, sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen. Dies stellt eine wichtige Befähigung dar – nicht nur für den Alltag, sondern auch für die spätere Berufswelt. Die Teilnahme an einer solchen AG steht allen Schülerinnen und Schülern ab Klasse 7 offen.

Im Projekt  Schulsanitätsdienst kooperiert unsere Schule in diesem Schuljahr mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. Die Malteser bilden die Schülerinnen und Schüler in Erster Hilfe aus und beraten die AG Schulsanitätsdienst in allen sanitätsdienstlichen Fragen. Eine Mitgliedschaft bei den Maltesern ist für die Mitwirkung im Schulsanitätsdienst nicht erforderlich.

Kontakt über Frau Rieger: Christine.Rieger@cbglu.de


Filmvorstellung »Blut muss fließen«

Am 27. Januar 2015 jährte sich das Gedenken an Auschwitz zum 70. Mal.

Organisiert vom Schulsanitätsdienst und unterstützt von den Maltesern in Speyer (Frau Zecevic) stellte der Autor und Filmemacher Peter Ohlendorf seinen Film »Blut muss fließen« vor, der die rechtsradikale Szene und deren Rockkonzerte beschreibt.

Ein Undercover-Journalist (im Film unter dem Pseudonym Thomas) konnte sich mit einer versteckten Kamera in die rechte Szene einschleusen und so öffentlich machen, welche Verstöße gegen die Verfassung bei diesen Konzerten  begangen werden, ohne dass die Polizei oder die Politik eingreifen. Lieder wie »Blut muss fließen« oder der Hitler-Gruß sind auf diesen Konzerten Standard und die Radikalität der Szene ist nicht zu übersehen. Die Texte und Parolen sind schockierend und geben gerade in Zeiten von  PEGIDA und rechten Demonstrationen Anlass zur Sorge und Diskussionen.

Auch an unserer Schule entstand nach der Filmvorstellung eine intensive Diskussion. Es gab Berichte von eigenen Erfahrungen mit rassistischen Anfeindungen und die kollektive Meinung war, dass nach den verheerenden Verbrechen in der Zeit des sogenannten dritten Reiches Parolen, wie sie im Film gezeigt wurden, kaum zu begreifen sind.

Das CBG ist bunt und vereint über 40 Nationen an einer Schule. Deshalb wird das Engagement für Integration und Akzeptanz an unserer Schule groß geschrieben. Aus diesem Grund sind wir auch im Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Antisemitismus und Ausländerhass haben bei uns keinen Platz. Aktionen wie diese Filmvorstellung, bei der Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse teilnahmen und die bunten Plakate in den Fenstern der Schule gegen die rechte Szene zeigen unsere Einstellung und Arbeit für eine bunte Gemeinschaft und Akzeptanz.

Katharina Koppel, Franziska Tavernier, Jahrgangsstufe 13


Besuch des Fachtages für Schulsanitäter in Mainz

Wir, sieben Schulsanitäter des CBG Ludwigshafen, sind am Samstag den 15.03.2015 vom Hauptbahnhof in Ludwigshafen mit den zwei betreuenden Lehrerinnen, Frau Rieger und Frau Wahl, nach Mainz gefahren. Dort besuchten wir den Fachtag für Schulsanitäter, der von den Maltesern für die Schulsanitäter aus Rheinland-Pfalz und Hessen organisiert worden war.

RTW 310*551Nachdem wir mit einer anderen Sani-Gruppe erfolgreich in Mainz angekommen waren, wurde uns der Tagesablauf erklärt. Zunächst gingen wir auf den Schulhof, um ein Gruppenfoto zu machen. Danach wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt um in einer Art Stationentraining wichtige Inhalte zu lernen bzw. zu wiederholen. Unser Thema für diesen Vormittag war der Umgang mit Funkgeräten. Das fanden wir Jungs natürlich echt cool und das wurde es dann auch!  Erst lernten wir theoretische Dinge zum Funkgerät und zum Funkverkehr. Dann kam der praktische Teil, zu dem wir uns in kleinen Gruppen zusammenfanden. Jede Gruppe bekam einen Namen und ein Funkgerät. Dann mussten wir von der Basisstation zu einem Ort laufen, der uns per Funkgerät mitgeteilt wurde und dort eine Station bearbeiten. Wir hatten eine Menge Spaß und sind uns alle drei einig, dass wir das bestimmt gerne noch einmal machen würden!

Dann kam das Mittagessen, es gab vegane Spaghetti und Obst. Als wir fertig waren, ging es zur nächsten Station, der Übergabe an den RTW (Rettungswagen). Auch hier wurde zunächst Theoretisches besprochen, zum Beispiel welche Informationen bei der Übergabe eines Patienten an das  Rettungsdienst-Team wichtig sind. Dann sind wir in kleinen Gruppen eine kurze aber schnelle Runde durch Mainz gefahren. Da diese Station so schnell zu Ende war, hatten wir noch Zeit für eine dritte Station, die Sterbebegleitung. Wir haben mit zwei ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen über den Tod und den letzten Weg dahin gesprochen, was auch sehr interessant war! Nach der letzten Station trafen wir uns alle wieder und fuhren gemeinsam nach Hause.

Ein Tag, der bestimmt nützlich und hilfreich war und den ich gerne jedes Jahr mitmachen würde!

Martin Kränzlin, 9e